"Hallo Frau Körbs, wir wollen uns einmal treffen, Sie wissen doch 1986 wird unser Heimatort Wechmar 1200 Jahre alt, da müssen wir unbedingt ein großes Fest feiern. Herr Stichling und Frau Peters kommen heute auch zur Sitzung." Das war 1982. Als 15 jähriger Schüler hat Knut Kreuch, heute Vorsitzender des Wechmarer Heimatvereins e.V., Landesvorsitzender des Thüringer Trachtenverbandes e.V. und Bundesvorsitzender des Deutschen Trachtenverbandes e.V., seine Lehrer für die Gründung einer Ortsgruppe "Heimatgeschichte" geworben.
Angespornt von dem bevorstehenden Dorfjubiläum und dem 300.Geburtstag von Johann Sebastian Bach 1985 war für die ersten 7 Mitglieder klar: "Unser Dorf ist der Nabel der Welt, ab sofort muss sich alles um Wechmar drehen.". Doch die Ernüchterung folgte bald. "Als wir dem Kultusminister der DDR schrieben, es möge doch bitte in der alten Bäckerei der Familie Bach, wo der Konsum seit Jahrzehnten Fleisch verkauft, ein Museum eingerichtet werden, kam von dort die klare und unmissverständliche Antwort: Der Verkauf von Fleischwaren ist wichtiger als Kultur und Museum."
1985 gingen wir als Ortsgruppe Wechmar mit 21 Mitgliedern zum Kulturbund der DDR und trafen uns mit Gleichgesinnten aus Ohrdruf, Waltershausen, Mühlberg und anderen Dörfern des Gothaer Landes.
Entwicklung unseres Vereins:
Eintragung des Wechmarer Heimatvereins e.V. am 22.01.1991