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Wechmar spielt fröhliches Sommertheater.

Claudia Klinger (TLZ)


Warum Laiendarsteller aus dem Heimatverein für zwei Aufführungen Texte einstudieren und viel Probenzeit auf sich nehmen.



Seit Freitag vergangener Woche haben elf Mitglieder des Heimatvereins Wechmar jeden Abend etwas vor – und das noch bis zum kommenden Samstag. Sie treffen sich täglich zum Proben ihres neuen Sommertheater-Stückes „Teilzeitverrückt - Ein Spiel mit Klischees“ im Hof des Landhauses Studnitz. Die Aufführungen sind für den 4. und 5. August jeweils 19.30 Uhr geplant.

Vereinsmitglied Aniela Liebezeit hat das Stück geschrieben, und sie ist auch die Regisseurin.L „Unsere Mitspieler hatten einige Wochen Zeit, ihren Text zu lernen. Die kompakten Proben in der Woche vor den Aufführungen haben sich bewährt“, sagt sie. „Da sitzen die Texte sowie die Übergänge von einer Szene zur anderen von Tag zu Tag besser.“

Am Montagabend weht ein kühler Wind. Die Laiendarsteller trudeln nach und nach ein. Alle bringen irgendwelche Requisiten mit. Langsam füllt sich die Bühne. Auf der einen Seite entsteht eine Küche, auf der anderen ein Wohnzimmer. „Beide Räume können mit wenigen Handgriffen passend für die jeweilige Situation umgestaltet werden“, erklärt die Regisseurin.


Wenn sie begeistert dekoriert und er gern Aussortiertes sammelt

So wird aus dem gemütlichen, aufgeräumten Wohnzimmer schnell eine mit Spielematte, Spucktuch und Spielzeug dekorierte Stube, die auf eine junge Familie mit Kind hinweist. Natalie und Lars Schüller agieren als junge Eltern und brauchen da gar nicht so viel zu schauspielern, weil sie selbst vor einem guten Jahr erst ein Baby bekommen haben. Bärbel Kreuch und Michael Bilinger stellen ein Ehepaar dar, bei dem sie gern und viel dekoriert und er seiner Sammelleidenschaft frönt, gern auch vom Sperrmüll. Diese beiden Vorlieben kollidieren allerdings.


es heißt, wenn die Tochter zu Hause auszieht, lässt Grit Schack das Publikum wissen. Deren Tochter, gemimt von ihrer Tochter Johanna, hat ganz andere Probleme: Ihr Handy ist ins Klo gefallen. „Da ist doch mein ganzes Leben drauf.“ Doch mit Hilfe ihres Freundes (David Herz) samt Föhn und Desinfektionsspray bekommt sie es wieder fit, und beide schmettern noch einen fröhlichen Song.

„Unser Sommertheater soll Spaß machen. Für die Stücke greife ich Geschichten aus dem Leben auf. Sie spielen im Hier und Jetzt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer finden sich in dem Geschehen wieder, das kommt gut an“, sagt Aniela Liebezeit. Die Juristin schreibt die Stücke als Hobby, und das nun schon seit zehn Jahren. „Weil uns das Schauspielern bei den großen Veit-Bach-Festspielen so viel Freude macht, kam die Idee für das Sommertheater auf“, erzählt sie. Das Veit-Bach-Theater gibt es nur alle vier Jahre – das Sommertheater in den Jahren dazwischen. Ganze Familien wirken daran mit – wie Bärbel und Knut Kreuch mit Tochter Natalie und Schwiegersohn Lars Schüller.

Die älteste Darstellerin in diesem Jahr ist Anita Häusner – Aniela Liebezeits Mutter. Als jüngste Mitspielerin steht Johanna Schack (21) auf der Bühne. Mit ihrem Szenenpartner David Herz hatte sie übrigens vor zehn Jahren schon mal Bruder und Schwester gemimt.


Für den 4. August gibt es nur noch wenige Karten, für den 5. August sind mehr verfügbar. Kartenverkauf über www.wechmarer-heimatverein.de oder an der Abendkasse

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